Erfahrungsberichte unserer Schüler
Helene S. - Leamington Spa - 10/11
Ich liebe Englisch und wollte die Sprache beherrschen –ich konnte es nämlich nicht so gut, in der Schule hatten wir nur einen ziemlich trockenen Unterricht. Aber nicht nur deswegen: ich bin ein Mensch der neue Herausforderungen, Erfahrungen und Abenteuer liebt und neue verschiedene Menschen aus aller Welt kennenlernen möchte. Dies waren für mich weitere Gründe, ein Auslandssemester zu machen. Schon bald wurde mir klar, dass so ein Auslandssemester genau das Richtige ist.
Ich bewarb mich, wie schon meine Schwester, bei Into. Darauf folgten ein paar Emails von Into, das Vorstellungsgespräch und schließlich das Vorbereitungsseminar in Wien. Im Nachhinein, als ich dann in England war, wurde mir klar wie wichtig dieses Seminar gewesen war und ich bin wirklich froh darüber, dass Into uns so gut vorbereitet hat, weil einem das Gelernte in manchen Situationen wirklich sehr hilfreich sein kann. Lange hatte ich voller Vorfreude auf die ersten Informationen meiner Gastfamilie gewartet. Als ich dann endlich das Email mit dem Namen „Platzierung“ bekam, war ich überglücklich.
Der Abschied war traurig. Da fiel mir erst so richtig auf, wie viele Menschen ich eigentlich kannte. Doch so traurig konnte ich nicht wirklich sein, weil die Vorfreude alle anderen Gefühle überdeckte.
Als ich dann endlich bei meiner Gastfamilie ankam, wusste ich, dass wir uns sicher prima verstehen und dies eine der schönsten Erfahrung meines Lebens werden würde! Meine Gastfamilie war wie alle Engländer unheimlich freundlich und höflich. In der Schule wurde ich schnell in einem Freundeskreis aufgenommen und im Unterricht ging es von Tag zu Tag immer besser. Was mich besonders beindruckt hat, ist, dass man sich in England seine Fächer SELBST aussuchen kann! Dort ist das Schulsystem eindeutig viel besser als in Österreich!!
Leider verging diese wunderschöne Zeit viel zu schnell und nach sechs Monaten war es wieder Zeit abzufahren. Meine ganzen englischen Freunde organisierten mir eine Überraschungsparty und der Abschied war dann natürlich sehr schmerzlich. Wir werden uns aber bestimmt wiedersehen, denn solche tolle Freundschaften will man unbedingt behalten!!! Ich werde sie so wie meine Gastfamilie besuchen oder umgekehrt und facebook so wie emails gibt’s immer. Also kein „The End“ für immer. Die Erinnerungen bleiben ja noch ewig, also nützt diese einmalige Gelegenheit!!!
Don’t Dream it! Do it!
Helene
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Julia T. - Birmingham - 10/11
Mein Austauschjahr in England werde ich bestimmt niemals vergessen. Es war eines dieser Erlebnisse, die dich so prägen dass sich deine Art, die Dinge zu sehen, total verändert. Das Gefühl das du hast während du dort ist, wenn du realisierst dass du es wirklich geschafft hast und, dass dir nun eine Zeit bevor steht, die nicht viele das Glück haben wenigstens einmal in ihrem Leben zu verbringen ist unbeschreiblich. Manchmal, wenn ich im Bus saß (den tollen roten Doppeldeckern die so typisch sind für England) um von der Schule nach Hause zu fahren, und ich die Umgebung draußen beobachtete, die an mir vorbeizog, überkam mich dieses Gefühl von Freiheit und von Stolz endlich den Schritt gewagt zu haben. Den ersten Schritt raus aus deiner kleinen begrenzten Welt, die du von Kindheit aus kanntest, und rein in die große neue unentdeckte Welt voller Abenteuer. Ich hatte das Gefühl als könnte mich nichts mehr aufhalten, als wären alle Türen für mich offen.
Das Leben in England war anfangs sicherlich nicht einfach. Ich fühlte mich wie ein Fremder unter Tausenden, ich musste mich erst an die neue Lebensweise meiner Gastfamilie gewöhnen, an die Kultur und die Menschen dort. Ich kann mich erinnern dass ich anfangs sogar vorhatte, die 6 Monate zu kürzen und früher nach Hause zu fahren. Doch mit der Zeit lernt man dieses „Fremde“ zu schätzen und zu lieben. Man passt sich an, man findet Freunde, Menschen und Gewohnheiten wachsen einem ans Herz und man fühlt sich einfach irgendwie zu Hause. Das ist wahrscheinlich auch die traurige Seite an so einem Austauschjahr: Die Gewissheit dass einem leider auch ein Ende bevorsteht und der damit verbundene Abschied von Freunden und Gastfamilien. Jedoch war es all das Wert, denn die Erinnerungen und Erfahrungen die ich während dieser Zeit gesammelt habe kann mir keiner mehr nehmen. Es gibt nichts Kostbareres das ich aus England zurück in mein altes Leben genommen habe.
Ich weiß noch genau wie aufgeregt ich war als ich die ersten Informationen über meine Gastfamilie bekommen habe. Schon Wochen vor meiner Abreise hatte ich mir ausgemalt wie meine Familie sein würde, wie England sein würde. Heute kann ich nur mehr darüber lachen. Ich habe mir einfach unnötig den Kopf zerbrochen über Dinge, die am Ende dann doch ganz anders gekommen sind als erwartet.
Ich werde euch nicht genau erzählen wie mein Jahr war, wie ich Freunde gefunden habe, wie meine Gastfamilie und Schule war und was ich in meiner Freizeit gemacht habe, denn das ist meine, individuelle Geschichte. Kein Erfahrungsbericht wird gleich sein, denn jeder erlebt sein eigenes Austauschjahr anders. Wichtig ist nur was du selbst daraus machst. Es kommt nicht darauf an, in welche Gastfamilie du kommst, an welchen Ort oder was für Erwartungen und Vorstellungen du hast. Lass einfach alles auf dich Zukommen und denk daran nie aufzugeben, egal wie schwer es anfangs vielleicht scheint. Es wird bestimmt eines der tollsten Jahre deines Lebens. Wenn ich mir vorstelle ich hätte diese Erfahrung nicht gemacht, werde ich richtig traurig weil ich jetzt weiß was ich verpasst hätte und wahrscheinlich einen ganz anderen Blickwinkel für gewisse Dinge hätte.
Ich kann also nur allen Raten diese tolle Chance zu nutzen und Veränderung und Weiterentwicklung in euer Leben zu bringen. Wie meine Gastmutter mir zum Abschied sagte: „I remember the day you came as a shy little girl. And now you’re going as a nice young woman with a lot of new experiences!”
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Angelika K. - Chester - 08/09
Im August war es für mich von heute auf morgen klar: Im Jänner will ich nach England und zwar für ein halbes Jahr.
Neben extremer Vorfreude bedeutete das für mich das Zusammensuchen von Unterlagen, das Erledigen von Arztbesuchen, das Ausfüllen einiger Formulare und das Vorbereiten einer netten Fotozusammenstellung, die für die künftige Gastfamilie bestimmt war – wer das wohl sein würde…? Nachdem endlich alles erledigt und fertig abgeschickt war, hieß es abwarten… Aufregung und Vorfreude pur.
Ende November wurden alle Austauschschüler, die sich genau wie ich zu einem Auslandsaufenthalt im zweiten Semester entschlossen hatten, zwei Tage lang über Sketches, Diskussionsrunden und Spiele auf diesen vorbereitet. Am tollsten waren die vielen spannenden Erzählungen und Fotos der Returnees, die den Ablauf des Seminars eifrig unterstützten.
Kurz darauf entdeckte ich ein Email von INTO in meinem Posteingang mit dem Betreff: „Platzierung Gastfamilie“ und den ersten Zeilen „Liebe Angelika! Hurra, sie ist da!“ – überglücklich und mit einem Strahlen im Gesicht klickte ich mich durch die Informationen und Fotos. Die Nervosität kam, als ich anrief – wer wird abheben? Was soll ich sagen? Wie werden sie reagieren? Doch auf einmal, als mich ein freundliches „Hello!?“ am anderen Ende der Leitung begrüßte, war das Reden kein Problem mehr.
Ähnlich erging es mir am ersten Tag in der Schule: Völlig überwältigt war ich gemeinsam mit den anderen Austauschschülern von diesem riesigen Schulareal und den zahlreichen neuen Gesichtern. Doch mit netter Hilfe und freundlicher Begrüßung der Direktorin und der Schüler, fanden wir uns auch dort bald zurecht. Ich erfuhr somit auch vom Common Room, in dem sich jede Pause alle Schüler einer Schulstufe zusammenfanden und sich über Gott und die Welt austauschten. Anschluss zu finden, war damit kein Problem – größere Schwierigkeiten hatte ich eher damit, alle Namen richtig im Gedächtnis zu behalten.
Das Schönste an meinem Aufenthalt war für mich persönlich das Schließen von neuen Freundschaften, das Sammeln von neuen Erfahrungen und das selbstständig Werden. So wusste ich danach, Dinge bewusster und eigenständiger anzugehen. Alles in allem war der England-Aufenthalt eine der wichtigsten und spannendsten Erfahrungen meines Lebens.
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Claudia H. - Haverhill - 10/11
England – das Land, in dem ich sechs Monate verbringe, in die Schule gehe und einfach mal die Kultur erforsche. Aber wie bin ich eigentlich darauf gekommen, fragen sich jetzt sicher viele. Als mir meine Freundin zum ersten Mal erzählt hat, dass sie ein Austauschjahr machen wird, hab ich eigentlich erst so richtig begonnen darüber nachzudenken und je mehr ich nachdachte und je mehr ich mich über ein Austauschjahr informiert habe, desto mehr wollte ich es dann auch machen. Meine Eltern waren von Anfang an voll dabei und haben sich gefreut, dass ich mich für so einen Austausch interessiere.
Als erstes habe ich mich per E-mail bei der Organisation INTO beworben, da diese mir von meiner Freundin, die ein halbes Jahr in Australien verbracht hatte, empfohlen wurde. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn schon beim ersten Gespräch (auf English und auf Deutsch) wusste ich irgendwie, dass dieses halbe Jahr eine unvergessliche Zeit werden wird. Ich wurde erfolgreich ins Austauschprogramm aufgenommen und begann mit dem Beantworten vieler verschiedener Fragen, stelle meine Bewerbung online zusammen – wofür ich echt dankbar war, da man nicht alles mühsam und schön mit der Hand schreiben musste und ganz gemütlich jeder Zeit und an jedem Ort an meiner Bewerbung weiter arbeiten konnte. Es dauert zwar seine Zeit die verschiedenen Formulare, Arztberichte und Zeugnisse zusammenzubekommen und die Bewerbung dann endlich abzuschicken, aber das ist es wert. Denn eigentlich hängt es ja davon ab, was man in seine Bewerbung schreibt, welche Gastfamilie bekommt und was noch viel wichtiger ist, wie der erste Eindruck bei der neuen Gastfamilie dann so ist. Ein Monat vor meinem Abflug hatten wir ein Pre-Departure-Seminar (PDS) in Wien. Alle Austauschschüler „alte“ und „neue“ sind zusammen gekommen und die Austauschschüler des letzten Jahres berichteten über ihre Erfahrungen, zeigten Photoalben und Videos her und beantworteten unsere Fragen – von denen es nicht zu wenige gab. Ich fand es sehr hilfreich mit anderen Austauschschülern zu reden, ob sie nun schon auf Austausch waren oder erst wegfliegen, denn jeder hat andere Erfahrungen, Tipps und macht sich Gedanken über die Zeit, in der er in einem fremden Land ist, dass dann wie eine zweite Heimat werden wird oder schon geworden ist.
Als ich dann hier in England angekommen bin, war alles echt anders. Das klingt vielleicht etwas übertrieben für manche von euch, aber übertrieben habe ich ganz und gar nicht. Als mich mein Local Coordinator – mein erster Ansprechspartner, nach meinen Gasteltern, für Probleme, der in der Nähe von mir wohnt – vom Flughafen Norwich abgeholt hat, musste ich zum ersten mal so richtig Englisch sprechen. Natürlich redet man am Flughafen auch Englisch – manchmal – aber man unterhält sich nicht richtig. Und wenn das Ganze dann auch noch mit einem richtigen Engländer ist und du dich nicht blamieren willst, dann hat man schon ein komisches Gefühl im Magen. Als wir – da ich mit zwei anderen Österreicherinnen, die auch ein Austauschjahr machen, gemeinsam nach England geflogen bin – dann in sein Auto einsteigen wollten, sind wir natürlich in die Falle Nummer 1 getappt. Die Engländer fahren ja auf der anderen Straßenseite! Das hatte ich total vergessen…
Nach einer dreistündigen Fahrt bin ich dann endlich angekommen. – Das war das erste Mal, dass ich meine Gastfamilie gesehen habe. Ich war richtig aufgeregt! Mein Local Coordinator fuhr mich zu dem Haus meiner Gastfamilie und wir klingelten an der Türe. Als meine Gastmutter dann die Haustüre aufmachte und mich herzlich begrüßte und hineinbat, war meine ganze Aufregung irgendwie vorüber. Ich war einfach nur froh, dass ich endlich in meinem neuen Zuhause angekommen war. Meine Gastmutter zeigte mir gleich ihr ganzes Haus und am Ende unserer Führung zeigte sie mir mein Zimmer, ich stellte meinen Koffer ab und wir setzten uns gemütlich in die Küche und ich trank meinen ersten englischen Tee. Dann kam auch mein Gastvater, der gerade die Kinder ins Bett gebracht hatte und setzte sich zu uns. Zuerst konnte ich ihn nicht wirklich verstehen, weil er ein Amerikaner ist. – Meine Gastmutter ist Britin und mein Gastvater ist Amerikaner. Ich finde das eigentlich ziemlich cool, weil ich zwei verschiedene Kulturen auf einmal miterleben und kennenlernen kann! Als ich dann am nächsten Morgen meine beiden Gastschwestern kennenlernte, war ich überglücklich, weil ich mich so freute, dass ich mich so gut mit meiner Gastfamilie verstand. Mit ihnen habe ich echt Glück gehabt. Auch mein erster Tag in der Schule war ziemlich aufregend, weil ja alles so neu war und ich auch dann zum ersten Mal mit englischen Teenagern gesprochen habe. Ich habe mich allen vorgestellt… – So oft, wie an diesem Tag, habe ich noch nie „My name is Claudia“ gesagt.
In meiner ersten Musik-Stunde habe ich dann mit meiner Musiklehrerin geredet, da sie sich sehr dafür interessiert hat, wie der Musikunterricht in Österreich denn so ist und was ich in Österreich so mache und als ich ihr dann gesagt hab, dass ich in einem Chor bin, hat sie mich dann zu dem Schulchor eingeladen, der unter ihrer Leitung ist. Als ich dann zum ersten Mal zu einer Probe gegangen bin, war ich eigentlich genauso nervös wie ich zum ersten Mal mit meinem Local Corrdinator Ian geredet habe. – Aber alles ist gut gegangen! Sogar besser als gut. Ich hab mich von Anfang an super mit den anderen Leuten verstanden. Mit dem Schulchor, auch Vocal Group genannt, unternehme ich ziemlich viel. Wir fahren zu Chor-Wettbewerben; einmal waren wir in London in der berühmten Barbican Hall, wo normalerweise das London Symphonie Orchester spielt, wir waren auch in Cambridge und in noch ein paar anderen Orten, die jetzt aber nicht so berühmt sind.
An meinen Wochenenden fahre ich meistens nach Cambridge oder Bury, beide Städte sind so 20 Auto-Minuten entfernt, was natürlich mit dem Bus eine Stunde lange dauert, weil der immer einen Umweg nimmt und ziemlich langsam fährt, aber da ich ja meine Freunde hab, vergeht diese Zeit dann auch wie im Flug. Ich war bis jetzt schon zwei Mal in London hier. Einmal mit meinem Local Coordinator Ian und seiner Frau, das war im Februar, und einmal alleine mit zwei Deutschen, die ich hier kennengelernt habe, und zwar Anfang Mai. – Man lernt hier eigentlich jeden Tag neue Leute kennen; nicht nur Engländer, sondern auch andere Austauschschüler, wie zum Beispiel Schweizer oder Deutsche, oder sogar eine Tschechin, die ich bei einem Trip mit Ian nach Cambridge kennengelernt habe. Ich finde es gut, dass unser Local Coordinator verschiedene Trips organisiert, die nur für die Austauschschüler sind, da wir uns dann dort richtig kennenlernen können und mit einander reden können, da wir ja alle sozusagen im selben Boot stecken und wenn einer Probleme hat, versteht ein anderer Austauschschüler ihn vielleicht viel besser als die Familie zu Hause oder ein Engländer.
Mit meiner Gastfamilie unternehme ich auch viele Sachen. Dieses Wochenende erst waren wir in einem Ort, der ca. zwei Stunden von meiner Stadt ist, und haben uns dort umgeschaut und sind dann sogar auf einen Flohmarkt gestoßen und ich habe dann bemerkt, dass England, im Bezug auf Flohmärkte, kein bisschen anders ist als Österreich. Einmal da waren wir in der Pferderennen-Hauptstadt von England in New Market, dort wo auch meine Gastmutter arbeitet. Die haben dort sogar eigene Straßen für die Pferde und Pferde haben immer Vorrang, egal ob es Rot oder Grün ist. Meine dreijährige Gastschwester hat auch ein Pony, das wir so gut wie jede Woche besuchen und worauf sie dann eine Runde reiten kann. Carla, meine Gastmutter, hat gemeint, dass ich Reiten auch einmal ausprobieren soll und so haben wir geplant, dass ich das nächste Mal auch eine kleine Runde mit dem Pony meiner Gastschwester drehe. – Darauf bin ich mal gespannt!
Mein Gastvater ist ja Amerikaner und deswegen haben wir auch des Öfteren Steak am Abend, da das sein absolutes Lieblingsgericht ist. Aber ich muss zugeben, dass er das echt gut kochen kann. Er hat mir auch schon viele Fotos von seinem Zuhause in Amerika gezeigt und mir schon so einiges erzählt. Es ist wirklich interessant, ihm zuzuhören und mehr über Amerika erfahren. Er arbeitet auf dem amerikanischen Militärstützpunkt in England und so hat er auch seine Frau Carla, meine Gastmutter, kennengelernt. Manchmal gehen wir auch nach „Base“ einkaufen, wo man übrigens nur in Dollar zahlen kann, also müssen wir vorher unsere Pound in Dollar umwechseln. Dort gibt es dann alle amerikanischen Marken und eigentlich ist es dort auch viel billiger als in englischen Supermärkten. – Meine Gastfamilie und ich haben uns auch gemeinsam die Royal Wedding angeschaut, so wie eigentlich alle Engländer. Es war toll so eine königliche Hochzeit mal, sozusagen aus erster Reihe, zu erleben. Das Beste war aber immer noch, dass man sogar Teetassen mit dem Namen des Pärchen kaufen konnte.
Ich bin so glücklich, dass ich meine Gastfamilie und meine Freunde hier habe, denn ohne sie wäre meine Zeit hier nur halb so schön. Ich verbringe wahnsinnig gern Zeit mit meinen zwei Gastschwestern und liebe die Tage, an denen ich Schulchor habe. Und ein Traum von mir ist auch in Erfüllung gegangen, da ich wieder einmal eine Katze als Haustier haben wollte, und ich hier gleich zwei Hunde und zwei Katzen habe. Und ein kleines Babykätzchen, das total süß ist! Aber leider habe ich nur mehr sechs Wochen hier, bis ich dann Ende Juni nach Hause komme. Ich werde England und all die netten Leute echt vermissen! Aber meine Gastmutter und ich haben uns schon ausgemacht, dass ich sie mal wieder besuchen komme und vielleicht kann meine Gastfamilie mich ja auch besuchen. Ich bin echt froh, dass ich ein Austauschjahr gemacht habe – eigentlich ja immer noch mache – und den großen Schritt gewagt habe, einfach mal so in ein Flugzeug zu steigen und für sechs Monate in einem anderen Land zu leben. Ich finde, dass mir meine Zeit hier auch schon ziemlich viel für meine Englischkenntnisse gebracht hat. Ein Austauschjahr ist einfach eine tolle Erfahrung und ich kann es nur weiter empfehlen. Und ich beende meinen Bericht mit dem Motto meiner Austauschorganisation
INTO: Don’t dream it, do it! :-)
Und wenn ihr noch mehr und Genaueres über meinen Exchange lesen und erfahren wollt, dann schaut doch mal bei meinem Blog vorbei http://claudiaengland.wordpress.com/
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Verena P. - Chester - 08/09
Ich glaube ich habe meinem Austauschsemester schon entgegen gefiebert, da war ich gerade einmal zwölf. Ich wollte einfach nur weg, dass ich unbedingt nach England wollte war mir auch schon sehr früh klar, abgesehen davon dass der British Accent unvorstellbar toll klingt, ist England einfach ein wunderschönes Land, mit einer wahnsinnig faszinierenden Geschichte. Ich habe mich relativ früh bei into angemeldet, am Anfang war ich noch vollkommen euphorisch, aber die Wochen vergingen, dann waren es Monate und ich hatte noch immer keine Gastfamilie.
Am PDS legte sich meine Nervosität Gott sei Dank wieder, einerseits weil viele andere auch noch keine Familie hatten und andererseits, weil man die Retournees mit Fragen löchern konnte. Es war einfach beruhigend zu sehen, dass ich nicht die einzige Person mit hunderten von Fragen war. Im Dezember habe ich dann das wohl schönste Geburtstagsgeschenk meines Lebens bekommen, ganz genau an meinem Geburtstag war sie da, die Mail mit den Informationen zu meiner Gastfamilie!
Die nächsten Tage habe ich damit verbracht die Stadt ,in der ich für das nächste halbe Jahr wohnen würde zu googeln. Ich habe mir die Fotos die sie mir geschickt haben immer wieder angesehen. Als ich meine Gastfamilie das erste Mal angerufen habe, war ich richtig nervös, ich glaub mir ist noch nie im Leben ein piepen in der Leitung so lange vorgekommen. Endlich war eine Stimme am anderen Ende zu vernehmen, leider verstand ich so gut wie gar nichts von dem was mein Host Dad redete. Ich glaube ich habe gerade einmal yes und no herausgebracht, ich war relativ froh den Hörer an meine Eltern weiter geben zu können. Die letzten zwei Wochen vor meiner Abreise fragte mich ständig jemand ob ich nervös sei und ob ich mich schon freue. Ich habe dann nie gewusst was ich sagen soll, denn dieses Auslandssemester kam mir einfach unwirklich vor. Wirklich realisiert, dass ich meine Familie und meine Freunde jetzt für ein halbes Jahr nicht mehr sehen würde, hab ich erst als ich am Flughafen gestanden bin. Ich würde von Minute zu Minute nervöser und als ich in Manchester landete war es überhaupt aus. Ich bin mit dem Local Rep zu meiner Gastfamilie gefahren, als ich mein neues zu Hause das erste mal gesehen habe, habe ich mir nur gedacht, wie soll ich das jemals wiederfinden, es war eben typisch britisch, ein rotes Backstein Haus. Meine Gasteltern haben mich sehr freundlich begrüßt, mein Gastbruder jedoch hat mich keines Blickes gewürdigt, nicht einmal Hallo hat er gesagt.
Meine Gasteltern haben mich gleich mit Fragen gelöchert und ich bin mir ein wenig verloren vorgekommen. Als ich am Abend im Bett lag, ist Alles über mich herein gebrochen, ich habe mir nur gedacht, auf was zur Hölle habe ich mich da eingelassen, alles in allem war es wohl eine der schlimmsten Nächte meines Lebens. Aber am nächsten Morgen sollte sich alles ändern. Da lernte ich nämlich meine Host Sister kennen. Sie hat mich sofort mit in die Stadt genommen, mich all ihren Freunden vorgestellt und spätestens als ich bemerkt habe, dass ich gerade mal 20 Minuten zum nächsten Topshop brauche, da wusste ich, dass das Auslandsemester eine sehr kluge Entscheidung war J
Auch die Tatsache, dass in der Schule alle wahnsinnig nett waren und ich nur vier Fächer hatte, die ich mir selbst aussuchen konnte (Nie mehr Mathe!!!), war ziemlich cool, auch wenn mir die Schule am Anfang riesig vorgekommen ist.
Langweilig war mir während dem gesamten halben Jahr wirklich nie, entweder ich war mit meinen Freunden bei Starbucks, oder wir waren im Kino, oder am Abend mal gemeinsam was Essen. Am Wochenende sind wir öfter ins Outlet gefahren, außerdem habe ich mit dem Zug nicht lange nach Liverpool und Manchester gebraucht, das Beatles Museum und der Strand, waren also nicht allzu weit entfernt. Die beste Zeit war allerdings der Study Leave, die Engländer mussten alle für ihre Exams lernen, aber wir Austauschschüler hatten einen Monat frei. Diese Zeit habe ich genützt um mit einer Freundin Wales, Irland und London zu erkunden. Wenn ich mich an mein Austauschsemester erinnere dann zaubert das immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht, dann sehe ich meinen Host Dad vor mir, wie er mir am Sonntag in der Früh, ein echtes Breakfast macht, mit Baked Beans, Eggs und allem drum und dran.
Ich sehe meine Host Mum und mich in der Küche sitzen, eine Tasse Tee in der Hand und stundenlang quatschen. Ich sehe noch genau vor mir, wie ich mit meinen Freunden am Abend durch die Stadt gegangen bin und wir über die Frauen gelacht haben, die sich für das Pferderennen, diese lustigen Federn und Hüte auf den Kopf gesteckt haben. Ein Auslandsemester hat fast nur Vorteile, man perfektioniert seine Sprachkenntnisse, lernt neue Leute und eine andere Kultur kennen, aber einen großen Nachteil gibt es. Egal wie lange man schon wieder zu Hause ist, ein wenig Heimweh nach seinem Austauschland, wird man wohl immer haben.
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Sandra D. - Dorset - 10/11
Nach meiner Anmeldung bei „Into“ für ein Jahr in England dauerte es einige Zeit um weiter Informationen zu bekommen. Ich war schon sehr gespannt auf meine zukünftige Gastfamilie. In dieser Zeit machte ich mir viele Sorgen was passieren wird, wie dieses Jahr werden wird, da halfen mir die Berichte von „Into“ weiter, da ich sah, dass es auch anderen so ging wie mir.
Als ich dann die Informationen bekam freute ich mich und stellte gleich Kontakt zu meiner Gastfamilie her. Ich habe eine E-Mail geschrieben aber es dauerte einige nerven zerrende Tage bis zu einer Antwort hatte dann aber regelmäßig Kontakt bis ich nach England kam.
Die ersten paar Tage in England verbrachten ich mit anderen „Into- students“ in London beim Orientation Camp. Ich bin so froh das es dieses gab da man langsamer an das neue Land gewöhnt wird und dies mit Menschen in der gleichen Situation. So wird auch die Umstellung mit der Sprache vereinfacht und neben bei sieht man alle Sehenswürdigkeiten in London und kann shoppen gehen! Man kann auch so mit Leuten die später in deiner Umgebung wohnen werden Kontakt schließen falls ihr mal was machen möchtet, sowie hören wie es ehemaligen Austauschschüler ging.
Nach dem camp bin ich dann mit einem Bus zu Ringwood einen Ort 20 Minuten von meiner Gastfamilie ihrem Haus entfernt gefahren wo mich meine Gastmutter abgeholt hat. Der erste Eindruck von ihr war sehr gut, sie war offen und redete schnell mit mir. Die Sorgen über das alter meiner Gastfamilie die ich mir im Vorhinein machte, da sie schon etwas älter waren und noch keinen Austauschschüler für ein Jahr hatten, waren nach der Begegnung vergessen.
Den zweiten Tag habe ich mit meiner Gastmutter verbracht. Sie hat mir die Gegend gezeigt und war mit mir einkaufen und hat mir auch meine zukünftige Schule gezeigt.
Meinen Gastvater lernte ich erst später richtig kennen. Anfangs war er sehr zurückhaltend und redete nicht viel mit mir aber nach einigen Wochen fanden wir Gesprächsthemen. Mit der Zeit wurde er auch derjenige zu dem ich die engere Beziehung aufbaute.
Meine Schule fing gleich am 3 Tag in meiner Gastfamilie an. Ich war so nervös und wusste nicht viel darüber was mich erwartet. Am ersten Tag habe ich nicht viel geredet nur mit einigen die sich mir vorgestellt haben und mit denen ich den Tag verbrachte.
Am 2 Tag hatte sich bei den Englischen Schülern herum gesprochen dass Austauschschüler in der Schule sind und sie sind zu einem gekommen und haben angefangen Sachen zu fragen. Sie waren sehr nett und auch sehr neugierig aber so habe ich schnell Freunde gefunden.
In der Schule habe ich mir 4 Unterrichtsgegenstände aussuchen können. Ich entschied mich dafür Fächer zu nehmen die in meiner Schule in Österreich nicht in dieser Form angeboten werden. Diese waren Media Study, Health and Social care, Sociology und PE (Physical Education). Durch PE habe ich auch viele verschiedene Sportarten ausprobiert und angefangen Badminton zu spielen mit einer sehr guten Freundin zusammen die es schon seit Jahren spielt. Die Schule förterte dies sehr da ich so schnell mehr Freunde gewinne.
Neben der Schule bin ich zu einem Tanzverein beigetreten um Irish-dance zu lernen. Und haben in einer Pre-school von Zeit zu Zeit ausgeholfen.
Ich werde dieses Jahr nie vergessen es war eines der schönsten in meinen Leben. Das schönste sind die Freundschaften die ich dort gewonnen habe. Ob es nun meine Englischen Freunde waren oder die Freunde aus Deutschland, und wie fest diese Freundschaften sind merke ich auch jetzt da ich sehr viel Kontakt mit ihnen habe und auch plane schnell mal wieder England zu besuchen. Es hat mir auch gezeigt das ich mehr schaffen kann als ich dachte wen ich mir mühe gebe und mir eine ganz andere Sicht auf meine Zukunft gegeben aber vor allem hat es mich Selbstständiger und Selbstbewusster gemacht. Und mein Englisch ist um längen besser geworden!!!
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Clara Z. - Drybrook - 10/11
Ich habe schon immer ein Auslandssemester machen wollen. Als ich dann wirklich meine Eltern überreden konnte, die passende Organisation gefunden hatte und alle Anmeldungen abgeschlossen waren, begann die Wartezeit, die mir ewig vorkam. Als dann endlich das Abflugdatum immer näher rückte, erhielt ich das langerwartete Mail von into mit den ersten Informationen zu meiner Gastfamilie. Sofort sah ich mir die Gegend auf google earth an, studierte die Homepage meines Colleges genauestens und schickte noch am selben Tag ein Mail an meine Gastmutter, auf das sie mir auch prompt antwortete. Ich war wie ausgewechselt, das erste Mal rückte der Traum in greifbare Nähe. Die Tage vergingen von da an immer schneller und trotzdem konnte ich es nicht wirklich realisieren oder mir vorstellen, wie es dann wirklich sein würde, ein halbes Jahr in einem anderen Land zu leben.
Besonders dafür habe ich das Predeparture- Seminar sehr hilfreich gefunden. Nicht nur, dass es lustig war, es war wirklich hilfreich, mit den Returnees zu sprechen, die alle offenen Fragen beantworteten und sich Erfahrungen anzuhören und es tat gut zu sehen, wie viele andere gerade in genau derselben Situation stecken und mindestens genauso aufgeregt sind wie man selbst.
Orientation Camp gab es für die Leute, die im Winter starten leider nicht, also ging es für mich mit Abflug sofort „richtig“ los. Vom Flughafen holte mich meine Local Reporterin ab und von ihrem Haus kam mich meine Gastmutter holen. Es ist schwierig, die ersten Eindrücke zu beschreiben. Es war an dem Tag schon so viel passiert; wovon ich bisher nur geträumt hatte, war nun tatsächlich Wirklichkeit geworden. Meine Gastmutter nahm mich sehr herzlich auf. Sie zeigte mir das ganze Haus, mein Zimmer und erzählte mir alles Mögliche von sich selbst und wie sie sich das Zusammenleben vorgestellt hatte.
Gleich am nächsten Tag ging für mich die Schule los. Meine Gastmutter brachte mich mit dem Auto hin, wir redeten gemeinsam mit der Direktorin und danach begann auch sofort der Unterricht für mich. Die Engländer nahmen mich gleich sehr herzlich auf und durch das Kurssystem an dem College, lernte ich sehr bald sehr viele liebe Leute kennen.
Die meisten Freistunden verbrachten wir in der Bibliothek, dem „sozialen Mittelpunkt“ des Colleges, oder in der Schulkantine. Obwohl es anfangs manchmal schwieriger war, als ich es mir vorgestellt hatte, wollte ich nach dem halben Jahr am liebsten verlängern und einfach dortbleiben.
Ich könnte gar nicht sagen, was das „tollste“ Erlebnis war oder was mir „am besten“ gefallen hat. Wenn ich an die Zeit in England zurückdenke, habe ich unglaubliche Erfahrungen, unvergessliche Momente und wunderschöne Stunden vor Augen und beschließe, meinen englischen Freunden mal wieder ein langes Mail zu schreiben und endlich Flüge zu buchen, um alle wiederzusehen.









































